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Nachfolgend finden Sie Beispiele von betrügerischen Machenschaften, die im Internet auftreten können

Verkauf von Fälschungen

Produkte bekannter Marken werden illegal nachgebaut und unter dem Namen des Originalproduktes im Internet vertrieben. Besonders betroffen hiervon sind Marken des Mode-, Lifestyle- und Luxusgüterbereiches.

Nachteil für den Verbraucher: Häufig werden überteuerte Preise für minderwertige Produkte bezahlt. Zunehmend sich auch Arzneimittel davon betroffen, hier besteht u.U. sogar Gesundheitsgefährdung.

 

Verkauf von Plagiaten

Wie bei Fälschungen werden Produkte bekannter Marken nachgebaut und unter geringfügig geänderten Namen des Originalproduktes vertrieben. Oft werden Veränderungen des Originals so getätigt, dass der Verbraucher nur bei sehr genauer Begutachtung das Produkt als Plagiat erkennen kann.

Nachteile für den Verbraucher: Wie bei Fälschungen werden minderwertige oder sogar sicherheits- und gesundheitsgefährdende Materialien benutzt, was für den Verbraucher vor allem in der Nahrungsmittel-, Fahrzeug- und Pharmabranche gefährlich werden kann.

 

Marken- & Logomissbrauch

Bekannte Markennamen und –logos werden im Internet unautorisiert verwendet, um z.B. minderwertige Nachahmerprodukte zu bewerben. Hierbei wird häufig unter Verwendung des Originalherstellerlogos auf Unterseiten verlinkt, wo dann das Nachahmerprodukt angeboten wird.

Nachteil für den Verbraucher: Der Käufer wird über die wahre Produktbeschaffenheit getäuscht.

 

Gewerbliche/Private Verkäufer auf Auktionsplattformen

Gewerbliche Verkäufer auf Auktionsplattformen im Internet geben sich als sog. „Privatanbieter“ aus. Damit versuchen diese Anbieter das 14-tägige Rückgaberecht für online erstandene Waren auszuhebeln.

Nachteil für den Verbraucher: Der Käufer wird um sein Rückgaberecht gebracht.

 

Nichtlieferung bestellter Waren

Gerade auf Online-Auktionsplattformen bewegen sich Händler, die oftmals hochpreisige Waren anbieten, ohne die Absicht zu haben, diese tatsächlich zu versenden. Der Kaufpreis wird per Vorkasse vom Käufer verlangt, die Ware nie versendet. Oftmals bieten diese kriminellen Anbieter nur kurzzeitig und unter falschen Namen an.

Nachteil für den Verbraucher: Der Käufer bleibt auf dem per Vorkasse geleisteten Betrag sitzen.

 

Unerlaubtes Keyword-Sponsoring

Eine andere Form des Markenmissbrauchs, bei der der Anbieter vorgaukelt Waren bestimmter Marken im Sortiment zu haben, um über Suchmaschinen Besucher und damit Käufer für seine Produkte anzulocken.

Nachteil für den Verbraucher: Die Suche nach dem Originalprodukt wird durch diese unlauteren Angebote verzerrt und erheblich erschwert.

 

Domainmissbrauch

Hierbei suggerieren Anbieter von Waren oder Dienstleistungen durch das Einbinden eines bekannten Markennamen in die URL Nähe zum Originalprodukt oder eine besondere Form der Autorisierung und Authentizität.

Nachteil für den Verbraucher: Das Vertrauen des Verbrauchers in die Originalmarke wird missbraucht.

 

Unerlaubte Verwendung von Originalbildmaterial

Hierbei verwenden Anbieter unerlaubt Original Bildmaterial und Verletzen dadurch Urheberrechte des Inhabers. Häufig nutzen Anbieter Originalbildmaterial, um Professionalität zu suggerieren.

Nachteil für den Verbraucher: Der Verbraucher landet unter Umständen bei semi-professionellen Händlern.

 

Schmähkritik

Auf Webseiten, in Foren oder in Chats werden Personen durch Äußerungen, bei denen es nicht mehr um die Sache geht, verächtlich gemacht.

Nachteil für den Verbraucher: Es ist schwierig für den Leser die Richtigkeit der Inhalte zu überprüfen, der Betroffene selbst weiß u.U. nichts von den Schmähinhalten.

 

Vertrieb gestohlener Waren

Die Anonymität des Internet wird von kriminellen Subjekten benutzt, um gestohlene Waren in Umlauf zu bringen.

Nachteil für den Verbraucher: Als Käufer solcher Waren ist man ggf. gezwungen diese Hehlerware dem ursprünglichen Besitzer zurückzugeben.

 

Raubkopien

Hierbei werden digitale Dateien wie z.B. Filme, Musik, oder Software unerlaubterweise abgefilmt oder kopiert und in Umlauf gebracht.

Nachteil für den Verbraucher: Lädt man sich solche gestohlenen Inhalte vom Internet macht man sich ggf. ebenfalls strafbar.

 

Verletzungen des Wettbewerbsrechtes/Parallelimporte

Häufig werden Waren aus dem nicht-europäischen Ausland in unseren Wirtschaftsraum gebracht und hier im Internet verkauft.

Nachteil für den Verbraucher: Oftmals fehlen deutschsprachige Gebrauchsanweisungen, oder ein Gerät ist wegen nicht genormter Anschlüsse u.U. nicht brauchbar.